Woche 1 - 8


1. Woche     10.10. - 15.10.2005
Pünktlich zur Anlieferung des Rahmengerüstes durch die Schreinerei Isele aus Faulenfürst waren die Fußboden-Verlegearbeiten abgeschlossen. Wir hatten bereits mit der Erstellung des 1:1-Plans (Anlagenplan, der den Gleisverlauf in Originalgröße wiedergibt) begonnen, sodass wir gleich mit den Holzarbeiten beginnen konnten. Auf das Rahmen-Gerüst wird ein Spantengerüst aufgebaut, das die Geländestruktur vorgibt, sozusagen das Skelett der Anlage bildet. Darauf werden die Trassen für Bahn und Straße befestigt.
Hier wartet der erste teil des Rahmengerüsts darauf, bearbeitet zu werden,... 
...was dann auch Ende der Woche geschah. Das erste Modul trägt bereits sein Spantengerüst. Der zur Probe aufgestellte Schwarzwaldhof verrät, in welchem Anlagenteil wir uns befinden. Im Vordergrund ist die Trasse der Höllentalbahn kurz vor der Bahnhofseinfahrt Titisee zu erkennen.
2. Woche     16.10. - 22.10.2005
Im Laufe dieser Woche war eine ganze Menge Arbeit im Verwaltungsbereich angefallen, die nicht aufgeschoben werden konnte. Deshalb ging es an der Modellanlage nicht in dem Tempo weiter, wie es die erste Woche begonnen hatte. Dennoch konnten wir Spanten und Trassen des 2. Moduls fertig montieren. Das Ausarbeiten der Spanten war auch etwas komplizierter als bei denen des 1. Moduls. Auf diesem Modul sind nur drei Ebenen vertreten, auf dem 2. sind es immerhin schon 5. Eine kleine Wendel ist hier auch enthalten. So bot das Modul eine ideale Vorbereitung für die Konstruktion der Schweizer Alpen, die kommende Woche ansteht. Auch 1:1-Pläne mussten wir erstellen um weiter arbeiten zu können. 
Arbeit am 1:1-Plan
Spanten aussägen
Spantengerüst vor dem Himmelhintergrund
3. Woche     24.10. - 29.10.2005
Der Rohbau der H0-Anlage beginnt endlich Gestalt anzunehmen. Das verdanken wir in erster Linie dem tatkräftigen Einsatz von Bruno Reuter vom Spielwarenhaus am Markt Wiesbaden, der uns diese Woche beim Anlagenbau half. Nicht nur sein unermüdlicher Einsatz beim Anlagenbau, sondern auch seine Fachkompetenz und einige gute Tipps waren für uns eine große Motivation. So konnten wir in kürzester Zeit Spanten und Trassen auf den letzten Schwarzwaldmodulen montieren. Dann ging es in die Schweiz. Hier stand der Bau einer 6-fachen Wendel mit 140cm Durchmesser an. Hier werden später die Züge der Schweizerischen Bundesbahn (SBB) 62cm Höhenunterschied überwinden. Beim Bau einer solchen Wendel wird dem Modellbahner hohe Präzision abverlangt, da einerseits überall die Steigung und der Abstand zwischen den Ebenen stimmen muss, andererseits aber auch eine hohe Stabilität nötig ist. Obwohl keiner von uns bisher eine Wendel mit derartigen Ausmaßen (weder vom Durchmesser, noch von der Höhe) gebaut hatte, kann sich das Ergebnis sehen lassen.
Anfänge des Spantengerüstes. Hier kommt der  Schwarzwald drauf.
   Bruno Reuter beim Einbau der Trassen im Schwarzwald.                                                                             
alles stimmt
Was wird hier großes Rundes ausgesägt ?...
...ein Trassenring für die Schweizer Wendel. Die Ringe werden   erst eingepasst und ganz zum Schluss aufgesägt und zu einem Wendel zusammengefügt.
Jetzt wissen wir auch, woher der Begriff "Fadenkreuz" herkommt.
Hier dient es dazu, die richtige Position der Wendel zu bestimmen.
                                 Endlich ist es soweit: die Gewindestangen, die die Wendel tragen, können montiert werden.
4. Woche      31.10. - 05.11.2005
So zügig, wie wir letzte Woche vorangekommen sind, ging es diese Woche weiter. Unser Ziel war die Fertigstellung des Rohbaus des ersten Bauabschnitts. Dies gelang auch, sodass wir im Moment mit großer Zuversicht auf unseren Zeitplan schauen können. Auf einen Eröffnungstermin möchten wir uns allerdings momentan noch nicht festlegen, da man ja auch immer mit unvorhersehbaren Dingen rechnen muss. Eines steht aber fest: die Eröffnung wird definitiv im Sommer 2006 stattfinden.
Wieder war eine Wendel an der Reihe, allerdings eine wesentlich niedrigere als vorige Woche. Hier stehen die ausgeschnittenen Wendel-Trassen.
Die Wendel konnte nicht auf dem Rahmen befestigt werden, da sich darunter ein Speicherbahnhof befindet. Also musste eine Unterkonstruktion gebastelt werden. Damit das Ganze auch stabil ist, haben wir 50mm-Balken verwendet.
Nun sind wir im flacheren Teil der Anlage angekommen. Hier wird später auch das Faller-Car-System zu bestaunen sein. Nun sind wir im flacheren Teil der Anlage angekommen. Hier wird später auch das Faller-Car-System zu bestaunen sein.
5. Woche      07.11. - 12.11.2005
Bereits jetzt konnten wir mit dem Verlegen der Gleise im ersten Bauabschnitt beginnen. Für diese kleine Abwechslung waren wir ganz dankbar. Nun können wir uns auch wieder auf die Holzarbeiten im zweiten Bauabschnitt freuen, die voraussichtlich übernächste Woche beginnen. Die Märklin-K(Kunstoff)-Gleise legen wir im sichtbaren Bereich in die Merkur-Styroplast Korkschotterbettung. Diese lassen sich gut verarbeiten und geben ein sehr realistische Bild ab und bieten eine gute Schalldämmung. Außerdem kann man das Gleis später wieder problemlos herausnehmen, falls Reparaturen oder weitere Stromeinspeisungen nötig sein sollten. Um den Spannungsverlust, der durch den verhältnismäßig hohen Ohmschen Widerstand an den Schienenstößen entsteht, auszugleichen, legen wir alle 1-1,2m eine Stromeinspeisung. So dürfte später ein reibungsloser, störungsfreier Zugbetrieb gewärleistet sein. Die Eindämmung des Fahrgeräuschs der Züge ist uns auch im nicht sichtbaren Bereich wichtig. Deshalb unterlegen wir die Gleise hier mit Woodland-Moosgummi-Bettung. Begonnen haben wir im Schwarzwaldteil mit der Höllentalbahn. Im Laufe der Woche ging's mit den Hauptstrecken von DB und ÖBB und zugehörigen Speicherbahnhöfen weiter. Am Ende der Woche konnten die Verlegearbeiten im schweizer Teil in der großen Wendel beginnen. Nebenbei haben wir auch mit dem Bau von Modellhäuschen begonnen.
Die Gleisbauarbeiten sind in vollem Gange.
Die selbst gebastelte Abstandslehre verrät, ob der Parallelgleisabstand stimmt.
Die erste Testfahrt auf der Anlage wurde mit einer antiquierten Primex-Lokomotive und einem zur Gegend passenden Wagen durchgeführt. 
Der DB-Schattenbahnhof
Hier schlängelt sich die Strecke der
ÖBB durch eine enge Schlucht.
                    Manuel Melsbach in seinem Aussichtsturm...             
... ach nein in der schweizerischen Wendel
6. Woche      14-11. - 19.11.2005
Die Tage werden jetzt merklich kürzer, die Bahnstrecken auf unserer H0-Anlage immer länger. Nachdem wir nun zwei Wochen hintereinander kontinuierlich Gleise verlegt haben ist im ersten Bauabschnitt schon eine beachtliche Streckenlänge entstanden. Auch die Endmontage der zweiten Wendel konnten wir durchführen. Am Dienstag wird der Grundrahmen für den zweiten Bauabschnitt angeliefert. Dann geht es erneut mit Holzarbeiten los.
Panoramablick auf den Schwarzwald.
Beim Abtrennen der Gewindestangen gab 's schon mal einen guten Monat vor Silvester Feuerwerk.
Verlegen der Woodland-Moosgummibettung in der zweiten Wendel.
7. Woche      21.11. - 26.11.2005
Nun ist der erste Schnee gekommen. Für viele Hobby-Bastler fängt jetzt die Zeit der Modellbahn erst an. Für uns hat sie schon vor über sieben Wochen angefangen. Wenn wir auf das schauen, was wir bisher geschafft haben, können wir ganz zufrieden sein. Mit Blick auf die Eröffnung im kommenden Sommer dürfen wir aber keinesfalls Zeit verstreichen lassen und müssen mindestens im selben Tempo wie bisher weiterarbeiten. In der vergangenen Woche hatten wir ein abwechslungsreiches Programm. Wir konnten mit dem Rohbau des zweiten Bauabschnitts beginnen, weitere Gleise im ersten Abschnitt verlegen und ein Testdiorama für das Faller-Car-System bauen. So wollen wir testen, wie sich ein vorbildnaher, unfallfreier und vor allem vollautomatischer Straßenverkehr realisieren lässt. Außerdem sind wir dabei eine Steuerung zu entwickeln, die Autos mit schwachem Akku erkennt, um sie in eine Ladestation zu lenken.
Die Arbeiten am Faller Carsystem beginnen.
Fräsen der Rille für den Faller-Car-System Fahrdraht.
Nun herrscht reger Autoverkehr auf dem Testdiorama.
Für den schweizer Teil entsteht derzeit gerade die Bietschtalbrücke.
8. Woche      28.11. - 7.12.2005
Neben den Holzarbeiten für den Rohbau (zwei weitere Module konnten montiert werden), die für uns inzwischen Routine geworden sind, konnten wir die ersten Kunstbauten einbauen. Darunter sind die Bogenbrücke über den Schluchsee und die 1,98m lange Bietschtalbrücke, deren Vorbild in der Schweiz an der Strecke Kandersteg-Zermatt, zwischen Goppenstein und Brig liegt. Sie wirkt schon jetzt ohne ausgestaltete Landschaft im Hintergrund imposant.
Fortsetzung des Rohbaus.Neuer Text
Die Steinbogenbrücke über den Schluchsee.
Einbau der Bietschtalbrüke. Hier noch ohne Brückenköpfe.
Hier ist sie mit Brückenköpfen versehen fast fertig eingebaut. (Das "Hintergrundbild" ist Blasiwald-Eisenbreche im Winter.)

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